ADFC Hessen: Nachrichten

14.09.2017

Pressemitteilung House of Logistics and Mobility

Start für Aktionsprogramm bike + business 2030

Regionalverband, ADFC, DGB und HOLM unterstützen Umstieg vom Auto aufs Rad für den Weg zur Arbeit

Startschuss für das Aktionsprogramm bike + business 2030

Das Aktionsprogramm "Bike+Business 2030" ist am 12. September von Beschäftigten des Gesundheitskonzerns Sanofi-Aventis eröffnet worden. Für den Weg zur Arbeit sind zehn Männer und Frauen aufs Rad gestiegen, um die rund acht Kilometer lange Strecke in den Industriepark Höchst zurückzulegen. Das Konzept und die Tour sind vom Initiativkreis Bike+Business 2030 erarbeitet und organisiert worden. Zum Initiativkreis gehören der Regionalverband FrankfurtRheinMain, der ADFC Hessen, der DGB Frankfurt und die House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH.

Bike+Business 2030 schafft ein Angebot für Pendler, um den Umstieg vom Auto auf das Velo zu erleichtern und die zeitweise überlastete Verkehrsinfrastruktur zu entlasten. Das Aktionsprogramm baut auf dem bewährten Bike + Business-Konzept des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain und des ADFC Hessen auf und bietet Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen Expertise und Services an, um dem Umstieg der Beschäftigten zu erleichtern und den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zu erhöhen.

"Bike + business hat mit dem heutigen Auftakt der Unternehmenstouren eine neue Stufe erreicht: Wir wollen den Umstieg erlebbar machen, zeigen, dass es ganz einfach ist, vom Wohnort zur Arbeitsstelle mit dem Fahrrad zu fahren", sagte Birgit Simon, Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, am Dienstagmorgen beim Start am Bahnhof Kelkheim. "Mit dieser Aktion wollen wir auch die Geschäftsleitungen gewinnen, mehr für die Radmobilität am Unternehmensstandort zu tun. Für alle Rad fahrenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die, die es noch werden wollen."

Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger nennt Bike+Business 2030 "eine sinnvolle Aktion". Wer aufs Rad umsteige, leiste einen Beitrag, um die Verkehrsprobleme zu reduzieren, die durch das Auto insbesondere im Berufsverkehr entstehen. "Das ist ein guter Auftakt."

Norbert Sanden, Geschäftsführer ADFC Hessen: "Wir stellen fest, dass man in vielen Fällen gut zur Arbeit kommen kann mit dem Fahrrad. Es mangelt manchmal daran, dass Pendler nicht wissen, wie sie zum Arbeitsort kommen mit dem Rad. Wir möchten deshalb mit Bike+Business 2030 anregen, sich anzuschauen, wie man mit dem Rad zur Arbeit kommt. Deshalb bieten wir geführte Touren vom Wohn- zum Arbeitsort an."

Lothar Hornung, Chemietechniker bei Sanofi-Aventis, ist überzeugt, dass die Zukunft im umweltfreundlichen Verkehr liegt. "Wir müssen Öffentlichkeit schaffen, damit viel mehr Leute sehen, dass es unkompliziert ist, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Es macht einfach Spaß, es ist gut für die Gesundheit, und es bringt was für die Umwelt."

Knapp die Hälfte aller bundesweit mit dem Auto zurückgelegten Wege ist kürzer als fünf Kilometer, etwa ein Drittel aller Wege sind sogar kürzer als drei Kilometer.

Die Länge der zurückgelegten Wege in der Region FrankfurtRheinMain ist zu mehr als 60 Prozent kürzer als fünf Kilometer. Dennoch wird für fast jeden zweiten Weg in der Region das Auto genutzt. Rund 130.000 bis 140.000 Pendler wohnen in Entfernungen von fünf bis 15 km zum Arbeitsplatz in Frankfurt, das entspricht etwa 33 Prozent aller Ein- und Auspendler. Diese Gruppe will das Aktionsprogramm Bike+Business 2030 ansprechen.

An der Premierentour haben Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Birgit Simon, der Geschäftsführer des ADFC Hessen, Norbert Sanden, Georgios Kontos, Fachbereichsleiter Kommunalservice im Regionalverband, HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow und Jürgen Schultheis, Senior Manager im HOLM, teilgenommen.

Die Aktion wird von Nextbike (Leipzig) und Bike Citizens (Berlin) unterstützt.


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