ADFC Hessen: Nachrichten

19.03.2018

Bundesförderung für gewerblich genutzte Lastenräder

Schwerlastenrad auf einem TestparcoursSchwerlastenrad mit Elektroantrieb und Anhänger auf einem Testparcours

Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm für Lastenräder und Lastenhänger mit Elektroantrieb aufgelegt. Unternehmen und Behörden können 30 Prozent Zuschuss - maximal 2.500 Euro - für Investitionen in Schwerlastenräder erhalten. Insbesondere für lokale Logistiker und Handwerker ist das angesichts drohender Einschränkungen für den motorisierten Verkehr eine interessante Chance. Neben den geringeren Betriebskosten können sich auch Zeiteinsparungen durch direktere Wege und die entfallende Parkplatzsuche ergeben.

Hohe Hürden

Von der Förderung sind private Verbraucher ausgeschlossen. Einen Förderantrag beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) in Eschborn können private Unternehmen, freiberuflich Tätige, Unternehmen mit kommunaler Beteiligung ,öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen (ausgenommen: Volkshochschulen), Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser und deren Träger sowie Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise) stellen.

Nicht jedes Transportfahrrad kommt für die Förderung in Frage. Elektrisch angetriebene Lastenfahrräder und Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung müssen hierfür über ein Mindest-Transportvolumen von einem Kubikmeter und eine Nutzlast von mindestens 150 Kilogramm verfügen. Nicht förderfähig sind zum Beispiel elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, die vorrangig für den Personentransport konzipiert wurden.

Eine breitere Förderung ist nötig

Der ADFC Hessen sieht in der Förderung einen Schritt in die richtige Richtung. Aufgrund der hohen Hürden kann sie allerdings kaum mehr sein als ein Tropfen auf den heißen Stein. Landesvorsitzender Stefan Janke: "Um Klimaschutz und Verkehrswende spürbar voranzutreiben, ist gerade die private Nutzung interessant, wo Verbraucher mit Lastenrädern größere Einkäufe erledigen oder Eltern den Nachwuchs in die Kita bringen könnten. Zahlreiche PKW-Fahrten und der damit verbundene Kohlendioxidausstoß könnten so eingespart werden. In größeren Städten kann ein Lastenrad das eigene Auto ersetzen, in ländlichen Regionen macht es oft zumindest den Zweitwagen entbehrlich."

Inzwischen gewähren einzelne Städte wie Bamberg, Heidelberg, München oder Regensburg auch Privatpersonen Kaufprämien beim Erwerb eines Transportfahrrads. Seit Februar 2018 zählt mit Limburg erstmals eine hessische Stadt dazu. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.


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