ADFC Hessen: Nachrichten

07.03.2022

Bauauftakt für erste automatische Zählstelle zwischen Erzhausen und Egelsbach

Zählstellen für den Radverkehr

Eintivhtung einer ZählstelleFoto: Hessen Mobil

Hessen beginnt mit der flächendeckenden Erfassung des Radverkehrs, um Daten für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes zu gewinnen: Die erste von künftig 270 automatischen Zählstellen an Straßen und Radwegen wurde Anfang März an der Radschnellverbindung zwischen Erzhausen und Egelsbach installiert. Der ADFC Hessen begrüßt die Einrichtung solcher Zählstellen, hält aber auch überprüfbare Zielwerte für nötig.

Den symbolischen ersten Spatenstich setzten Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Jens Deutschendorf, die Erzhausener Bürgermeisterin Claudia Lange, ihr Egelsbacher Amtskollege Tobias Wilbrand und der Präsident der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil, Heiko Durth.

Die Installation der Zählstellen soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die im Boden verlegten Induktionsschleifen registrieren, wann wie viele Radfahrende sie in welcher Fahrtrichtung passieren. Ihre Verteilung erlaubt repräsentative Rückschlüsse auf das Geschehen im Gesamtnetz. Ihre Daten übermitteln sie mittels Mobilfunk an einen zentralen Server. Das Land investiert dafür rund 3,6 Millionen. Euro aus dem Klimaschutzplan Hessen 2025.

"Die Zählstellen werden wichtige Informationen für die systematische Weiterentwicklung unserer Radinfrastruktur liefern. Deshalb ist das Geld gut angelegt", sagte Staatssekretär Deutschendorf. "Schließlich stellen Bund und Land allein in diesem Jahr in Hessen - die Zuschüsse an kommunale Vorhaben eingerechnet - 85 Millionen Euro für Investitionen in die Radwegeinfrastruktur bereit. Die Daten der Zählstellen machen es möglich, diese Mittel so effizient wie möglich einzusetzen - so, wie es beim Bau von Kraftfahrzeugstraßen schon seit Jahrzehnten geschieht."

ADFC-Landesgeschäftsführer Norbert Sanden bewertet die systematische Erfassung des Radverkehrs als hilfreich, um zunächst den aktuellen Istzustand kennenzulernen: "Die Zählstellen werden aber auch Informationen liefern, wie sich der Radverkehr im Laufe der Zeit entwickelt hat, was ebenso wichtig ist. Denn die immer größer werdende Kluft zwischen Ankündigungen, Konzepten und Strategien für den Radverkehr einerseits und der alltäglich zu erlebenden Realität andererseits muss zum Anlass genommen werden, eine regelmäßige Evaluation sämtlicher den Radverkehr und die Verkehrswende betreffenden Maßnahmen vorzunehmen", forderte Sanden. Voraussetzung dafür sei, dass es überhaupt konkrete und empirisch überprüfbare Zielwerte gebe, wobei auch hier großer Nachholbedarf bestehe, so der Geschäftsführer des ADFC Hessen.

"Der Radschnellweg ist für die Pendlergemeinde Erzhausen bereits jetzt ein Gewinn, sowohl Richtung Darmstadt als auch Richtung Neu-Isenburg und später Frankfurt am Main", sagte die Erzhausener Bürgermeisterin Claudia Lange. "Er bringt uns der Verkehrswende erheblich näher."

"Wir freuen uns, dass wir als Kommune, in der der erste Spatenstich für die Radschnellverbindung Darmstadt-Frankfurt erfolgt ist, nun auch bei der Evaluation und Weiterentwicklung des Radwegenetzes unseren Beitrag leisten können", erklärte Bürgermeister Tobias Wilbrand aus Egelsbach.

Weitere Informationen zu den Zählstellen für den Radverkehr in Hessen auf diesen Seiten.


Textbasis: Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen - ergänzt um ein Statement des ADFC Hessen.


Hier geht's zum Archiv

Besuchen Sie uns auch auf

Logo

Dem Fahrradklau vorbeugen:

Logo

Helfen Sie, Mängel zu orten:

Logo
Logo

Bett+Bike-Unterkünfte finden:

Logo
Logo

© ADFC 2010